Teilprojekt B07 — „Vindicta“ (Rache resp. Strafe) als Sicherheitsproblem

 2. Förderphase

„Vindicta“ bezeichnet sowohl Rache wie die rächende Strafe und verweist damit auf die Ambivalenz, dass Rache im spätmittelalterlichen deutschen Reich einerseits partiell ins Rechtswesen integriert war, andererseits aber wie alle Formen der Eigengewalt eine Gefährdung des Friedens darstellte. Anhand insbesondere theologischer Texte sollen in diesem Spannungsfeld Heuristiken und Repertoires zur Abgrenzung legitimer und illegitimer Gewalt und zur Versicherheitlichung von Eigengewalt im Allgemeinen und Rache im Besonderen untersucht werden.

Grabmal des Pfarrers Johannes Lupi (gest. 30.09.1468?), Darstellung der Zehn Gebote (Zehngebote-Stein), Relief, Skulptur, Mittelrhein, 1468, Sandstein (© Historisches Museum Frankfurt, Foto: Horst Ziegenfusz, Inventarnr.: X17129)

Teilprojekt B07 — „Vindicta“ (Rache resp. Strafe) als Sicherheitsproblem

 2. Förderphase

„Vindicta“ bezeichnet sowohl Rache wie die rächende Strafe und verweist damit auf die Ambivalenz, dass Rache im spätmittelalterlichen deutschen Reich einerseits partiell ins Rechtswesen integriert war, andererseits aber wie alle Formen der Eigengewalt eine Gefährdung des Friedens darstellte. Anhand insbesondere theologischer Texte sollen in diesem Spannungsfeld Heuristiken und Repertoires zur Abgrenzung legitimer und illegitimer Gewalt und zur Versicherheitlichung von Eigengewalt im Allgemeinen und Rache im Besonderen untersucht werden.

Grabmal des Pfarrers Johannes Lupi (gest. 30.09.1468?), Darstellung der Zehn Gebote (Zehngebote-Stein), Relief, Skulptur, Mittelrhein, 1468, Sandstein (© Historisches Museum Frankfurt, Foto: Horst Ziegenfusz, Inventarnr.: X17129)