Call for Papers — Doktoranden-Workshop "Räume der Sicherheit" (21. - 22. Februar 2019)

Veranstalter: Institut für Bayerische Geschichte der LMU, München 

 

Das explizite und implizite Versprechen von Schutz vor Unsicherheit stellt die Grundlage für die Schaffung von Familien, Gemeinden, Religionsgemeinschaften,
Staaten, ökonomischen und anderen Gebilden dar. Daher setzt sich die historische, soziologische und politologische Forschung zunehmend mit Fragen der Sicherheit beziehungsweise Unsicherheit auseinander. Die Erforschung von Sicherheitsdiskursen zeigt, dass diese kaum ohne räumliche Zuweisungen denkbar sind. Dennoch ist der raumbezogene Zugriff auf Sicherheitsgeschichte bisher noch nicht ausreichend für die Geschichtswissenschaft erschlossen worden. Doch gerade für die Landesgeschichte bieten sich hier spannende Anknüpfungspunkte. Denn die Beschäftigung mit lokalen, regionalen bzw. territorialen Interaktionsräumen macht Handelnde und deren Zuständigkeits- und Beziehungsgeflechte transparent. Es wird deutlich, dass die Errichtung sicherer realer wie auch abstrakter Räume durch Präventions- und Steuerungsmaßnahmen stets auf Aushandlungsprozessen unterschiedlicher Herrschaftsebenen staatlicher und nichtstaatlicher Akteure fußt.

Ziel des Workshops ist es daher, die vier sicherheitsrelevanten Bereiche Politik und Organisation des Gemeinwesens, Umwelt und Natur, soziales und ökonomisches Wohl sowie Gesundheit und Vorsorge durch Perspektiven und Methoden der Landesgeschichte epochenübergreifend zu erschließen. Insbesondere interessiert dabei die Rolle räumlicher Zuschreibungen. Europäische bzw. länderübergreifende und intraregionale Vergleiche sind ebenso willkommen wie Studien mit einem lokalgeschichtlichen Fokus. Der Workshop möchte DoktorandInnen den Rahmen bieten, Arbeiten zu (Un-)Sicherheitsthematiken vorzustellen und dabei zu diskutieren, welchen Mehrwert die historische Sicherheitsforschung für die landes- und regionalgeschichtliche Forschung haben kann.  
Zur Einführung in den Workshop findet am 21. Februar ein Abendvortrag von Prof. Dr. Eckart Conze (Philipps-Universität Marburg) statt. 

Beiträge aus der Geschichts- und anderen Geistes- und Sozialwissenschaften, die sich anhand originärer Quellenarbeit mit Themen der Frühen Neuzeit bis ins 21. Jahrhundert auseinandersetzen, sind herzlich eingeladen. Für die Vorträge ist eine Dauer von 20 Minuten vorgesehen, die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch (ein Übersetzer kann nicht gestellt werden). Vorschläge für ein Vortragsthema sind in Form eines Abstracts (500 Wörter) mit Vortragstitel, Problemstellung und Angaben zu benutzten Quellen bis zum 30. September 2018 erbeten. Bitte richten Sie Ihre Unterlagen sowie einen kurzen akademischen Lebenslauf an Christine Rogler (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; FNZ) oder Franziska Walter (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; 19.-21. Jhd.). Gerne können Sie auch Rückfragen an diese Adressen richten. Die Rückmeldung erfolgt bis Ende Oktober. Die Reise- und Übernachtungskosten der Vortragenden werden übernommen.  

Veranstalter ist das Institut für Bayerische Geschichte (IBG) der LMU. Das IBG ist eine zentrale Anlaufstelle für die Landesgeschichte in Bayern. Europäische Vernetzungen der bayerischen Geschichte, Interdisziplinarität und die Zusammenarbeit mit verschiedenen in München konzentrierten außeruniversitären Einrichtungen prägen die inhaltliche Arbeit. Epochenübergreifend wird der Zeitraum vom frühen Mittelalter bis zur Zeitgeschichte behandelt. Das IBG befördert unter anderen den wissenschaftlichen Austausch von Promovierenden durch regelmäßig von Doktoranden organisierten Workshops.

 

 

 

 

Call for Papers — Doktoranden-Workshop "Räume der Sicherheit" (21. - 22. Februar 2019)

Veranstalter: Institut für Bayerische Geschichte der LMU, München 

 

Das explizite und implizite Versprechen von Schutz vor Unsicherheit stellt die Grundlage für die Schaffung von Familien, Gemeinden, Religionsgemeinschaften,
Staaten, ökonomischen und anderen Gebilden dar. Daher setzt sich die historische, soziologische und politologische Forschung zunehmend mit Fragen der Sicherheit beziehungsweise Unsicherheit auseinander. Die Erforschung von Sicherheitsdiskursen zeigt, dass diese kaum ohne räumliche Zuweisungen denkbar sind. Dennoch ist der raumbezogene Zugriff auf Sicherheitsgeschichte bisher noch nicht ausreichend für die Geschichtswissenschaft erschlossen worden. Doch gerade für die Landesgeschichte bieten sich hier spannende Anknüpfungspunkte. Denn die Beschäftigung mit lokalen, regionalen bzw. territorialen Interaktionsräumen macht Handelnde und deren Zuständigkeits- und Beziehungsgeflechte transparent. Es wird deutlich, dass die Errichtung sicherer realer wie auch abstrakter Räume durch Präventions- und Steuerungsmaßnahmen stets auf Aushandlungsprozessen unterschiedlicher Herrschaftsebenen staatlicher und nichtstaatlicher Akteure fußt.

Ziel des Workshops ist es daher, die vier sicherheitsrelevanten Bereiche Politik und Organisation des Gemeinwesens, Umwelt und Natur, soziales und ökonomisches Wohl sowie Gesundheit und Vorsorge durch Perspektiven und Methoden der Landesgeschichte epochenübergreifend zu erschließen. Insbesondere interessiert dabei die Rolle räumlicher Zuschreibungen. Europäische bzw. länderübergreifende und intraregionale Vergleiche sind ebenso willkommen wie Studien mit einem lokalgeschichtlichen Fokus. Der Workshop möchte DoktorandInnen den Rahmen bieten, Arbeiten zu (Un-)Sicherheitsthematiken vorzustellen und dabei zu diskutieren, welchen Mehrwert die historische Sicherheitsforschung für die landes- und regionalgeschichtliche Forschung haben kann.  
Zur Einführung in den Workshop findet am 21. Februar ein Abendvortrag von Prof. Dr. Eckart Conze (Philipps-Universität Marburg) statt. 

Beiträge aus der Geschichts- und anderen Geistes- und Sozialwissenschaften, die sich anhand originärer Quellenarbeit mit Themen der Frühen Neuzeit bis ins 21. Jahrhundert auseinandersetzen, sind herzlich eingeladen. Für die Vorträge ist eine Dauer von 20 Minuten vorgesehen, die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch (ein Übersetzer kann nicht gestellt werden). Vorschläge für ein Vortragsthema sind in Form eines Abstracts (500 Wörter) mit Vortragstitel, Problemstellung und Angaben zu benutzten Quellen bis zum 30. September 2018 erbeten. Bitte richten Sie Ihre Unterlagen sowie einen kurzen akademischen Lebenslauf an Christine Rogler (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; FNZ) oder Franziska Walter (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; 19.-21. Jhd.). Gerne können Sie auch Rückfragen an diese Adressen richten. Die Rückmeldung erfolgt bis Ende Oktober. Die Reise- und Übernachtungskosten der Vortragenden werden übernommen.  

Veranstalter ist das Institut für Bayerische Geschichte (IBG) der LMU. Das IBG ist eine zentrale Anlaufstelle für die Landesgeschichte in Bayern. Europäische Vernetzungen der bayerischen Geschichte, Interdisziplinarität und die Zusammenarbeit mit verschiedenen in München konzentrierten außeruniversitären Einrichtungen prägen die inhaltliche Arbeit. Epochenübergreifend wird der Zeitraum vom frühen Mittelalter bis zur Zeitgeschichte behandelt. Das IBG befördert unter anderen den wissenschaftlichen Austausch von Promovierenden durch regelmäßig von Doktoranden organisierten Workshops.