Workshop: Landfriedenspolitik in Spätmittelalter und Früher Neuzeit

veranstaltet vom Teilprojekt B01 — Landfrieden

Freitag - Samstag, 10. - 11. Juni 2016

Justus-Liebig-Universität Gießen | Gustav-Krüger-Saal | Ludwigstraße 23

  

Konzept

Die Aufrichtung und Durchsetzung von Landfrieden gelten als zentrales Betätigungsfeld spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Herrschaftsträger im Heiligen Römischen Reich. Ziel des Workshops ist es, die Vertreter der Landfriedensforschung beider Teilepochen zusammenzubringen, um sich über das jeweilige Erkenntnisinteresse, die gewählten Zugänge und Begriffssetzungen zu verständigen und so neue Impulse für künftige Projekte zu entwickeln.

Themenfelder des Workshops sind:

  • das Verhältnis von Frieden und Landfrieden, von inneren und äußeren Friedenswahrungen aus der Sicht der beteiligten Herrschaftsträger
  • die Unterscheidung zwischen königlicher, kollektiver und territorialer Landfriedenssorge im Spannungsfeld von Zentralisierung und Regionalisierung
  • die Ausformulierung von Normen und deren Umsetzung
  • die schriftliche formulierten und realen Handlungsformen und Organisationsweisen in Systemen kollektiver Friedenswahrung
  • die Semantik von Landfrieden, ihre Verwendung und Instrumentalisierung
  • die Dichotomie von Gewaltanwendungen zum Schutz des Friedens und der Verwirklichung des imaginierten Globalziels der Abwesenheit von Gewalt

 

 

Programm

Freitag, 10. Juni 2016

13.00 - 14.00 Uhr

  • Hendrik Baumbach / Horst Carl
    Einführung

14.00 - 14.45 Uhr

  • Christine Reinle
    Legitimationsprobleme und Legitimationsstrategie für Fehden in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts

14.45 - 15.30 Uhr

  • Mattias Fischer
    Der Landfriede als politisches Instrument — Über Ambivalenzen im Prozess der Delegitimierung der Fehde


Kaffeepause

 

16.00 - 16.45 Uhr

  • Mario Müller
    Die landesherrlichen und landeständischen Landfriedensbemühungen im spätmittelalterlichen Kurfürstentum Brandenburg (1323 - 1499)

16.45 - 17.30 Uhr

  • Duncan Hardy
    Zwischen regionalen Bündnissen und Reichsversammlungen: "Landfrieden" als politisches Konzept und diskursive Strategie im Heiligen Römischen Reich (ca. 1350 - 1520)

17.30 - 18.15 Uhr

  • Steffen Krieb
    Lanfriedenskonzeptionen des nicht-fürstlichen Adels im 15. /16. Jahrhundert

gemeinsames Abendessen

 

Samstag, 11. Juni 2016

09.00 - 10.45 Uhr

  • Marius Reusch
    "Bedrohliche Mobilität" — Das Problem der "Gartknechte" für die Landfriedenswahrung im Südwesten des Reichs im 16. Jahrhundert

09.45 - 10.30 Uhr

  • Antette Baumann
    Landfrieden und Landfriedensbruch in den Notizen der Richter des Reichskammergerichts (1524 - 1627)

Kaffeepause

10.45 - 11.30 Uhr

  • Sascha Weber
    Landfriedenspolitik im Schwäbischen Kreis. Vom Ende des Schwäbischen Bundes bis zum Vorabend des Dreißigjährigen Krieges

11.30 - 12.15 Uhr

  • Siegrid Westphalen
    Der Landfrieden am Ende — die Diskussion über den Einfall von Friedrich II. in Kursachsen 1756

Kaffeepause

12.30 - 13.30 Uhr

  • Karls Härter
    Kommentar

Abschlussdiskussion

 

 

Workshop: Landfriedenspolitik in Spätmittelalter und Früher Neuzeit

veranstaltet vom Teilprojekt B01 — Landfrieden

Freitag - Samstag, 10. - 11. Juni 2016

Justus-Liebig-Universität Gießen | Gustav-Krüger-Saal | Ludwigstraße 23

  

Konzept

Die Aufrichtung und Durchsetzung von Landfrieden gelten als zentrales Betätigungsfeld spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Herrschaftsträger im Heiligen Römischen Reich. Ziel des Workshops ist es, die Vertreter der Landfriedensforschung beider Teilepochen zusammenzubringen, um sich über das jeweilige Erkenntnisinteresse, die gewählten Zugänge und Begriffssetzungen zu verständigen und so neue Impulse für künftige Projekte zu entwickeln.

Themenfelder des Workshops sind:

  • das Verhältnis von Frieden und Landfrieden, von inneren und äußeren Friedenswahrungen aus der Sicht der beteiligten Herrschaftsträger
  • die Unterscheidung zwischen königlicher, kollektiver und territorialer Landfriedenssorge im Spannungsfeld von Zentralisierung und Regionalisierung
  • die Ausformulierung von Normen und deren Umsetzung
  • die schriftliche formulierten und realen Handlungsformen und Organisationsweisen in Systemen kollektiver Friedenswahrung
  • die Semantik von Landfrieden, ihre Verwendung und Instrumentalisierung
  • die Dichotomie von Gewaltanwendungen zum Schutz des Friedens und der Verwirklichung des imaginierten Globalziels der Abwesenheit von Gewalt

 

 

Programm

Freitag, 10. Juni 2016

13.00 - 14.00 Uhr

  • Hendrik Baumbach / Horst Carl
    Einführung

14.00 - 14.45 Uhr

  • Christine Reinle
    Legitimationsprobleme und Legitimationsstrategie für Fehden in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts

14.45 - 15.30 Uhr

  • Mattias Fischer
    Der Landfriede als politisches Instrument — Über Ambivalenzen im Prozess der Delegitimierung der Fehde


Kaffeepause

 

16.00 - 16.45 Uhr

  • Mario Müller
    Die landesherrlichen und landeständischen Landfriedensbemühungen im spätmittelalterlichen Kurfürstentum Brandenburg (1323 - 1499)

16.45 - 17.30 Uhr

  • Duncan Hardy
    Zwischen regionalen Bündnissen und Reichsversammlungen: "Landfrieden" als politisches Konzept und diskursive Strategie im Heiligen Römischen Reich (ca. 1350 - 1520)

17.30 - 18.15 Uhr

  • Steffen Krieb
    Lanfriedenskonzeptionen des nicht-fürstlichen Adels im 15. /16. Jahrhundert

gemeinsames Abendessen

 

Samstag, 11. Juni 2016

09.00 - 10.45 Uhr

  • Marius Reusch
    "Bedrohliche Mobilität" — Das Problem der "Gartknechte" für die Landfriedenswahrung im Südwesten des Reichs im 16. Jahrhundert

09.45 - 10.30 Uhr

  • Antette Baumann
    Landfrieden und Landfriedensbruch in den Notizen der Richter des Reichskammergerichts (1524 - 1627)

Kaffeepause

10.45 - 11.30 Uhr

  • Sascha Weber
    Landfriedenspolitik im Schwäbischen Kreis. Vom Ende des Schwäbischen Bundes bis zum Vorabend des Dreißigjährigen Krieges

11.30 - 12.15 Uhr

  • Siegrid Westphalen
    Der Landfrieden am Ende — die Diskussion über den Einfall von Friedrich II. in Kursachsen 1756

Kaffeepause

12.30 - 13.30 Uhr

  • Karls Härter
    Kommentar

Abschlussdiskussion