Teilprojekt B02 — Architektonische und bildmedial verfasste Sicherheitskonzeptionen
in der Frühen Neuzeit



Mannheim mit der Zitadelle Friedrichsburg (1622)
(Kupferstich: Matthäus Merian 1645)




Die Festung Mannheim im Dreißigjährigen Krieg (1623)
(Landesarchiv GLAK H-BS I M 18)

Das Teilprojekt wendet sich Vorstellungen und Wahrnehmungen von Sicherheit zu, die in der Frühen Neuzeit in besonderer Weise durch Architektur und Bildmedien konstituiert und repräsentiert wurden. Für die Planung und Erstellung äußerer und innerer Sicherheit kam der Architektur im Alten Reich eine erhebliche Bedeutung zur Abwehr kriegerischer Bedrohungen und zur Sicherung von öffentlichen Räumen (Stadt und Land) wie von privaten Lebensbereichen zu. Die Rationalität neuer Fortifikationsformen, des geometrisch definierten Bastionärsystems, bestimmte dabei nicht allein das Fachwissen der Architekten und Ingenieure, es prägte auch das Bild des Fürsten als kundigem Kriegsherrn. Im Teilprojekt sollen neben den jeweils spezifischen Architekturen auch die Bildmedien, ihr zeichenhafter Gebrauch im Kontext politisch-sozialer Kommunikation und die sie begleitenden Sicherheitsdiskurse bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts untersucht werden. Dabei ist die Annahme grundlegend, dass Sicherheit einen wichtigen Platz im Rahmen der symbolischen Kommunikation besetzte und dass die Visualisierung von Sicherheit sich architektonischer Zeichen und unterschiedlicher Bildmedien bediente. Unter methodischen Gesichtspunkten ist dabei entscheidend, dass Gestaltung, Wahrnehmung und Nutzung von Architekturen, Räumen und Bildmedien nicht allein zweckhafte Handlungen ermöglichten, sondern zugleich semiotische Qualitäten besaßen, die einen kommunikativen Kontext voraussetzten. Die Errichtung von Bauwerken und der sie begleitende Einsatz unterschiedlicher Bildmedien blieben immer eingebunden in Konfliktpotentiale und Entscheidungsprozesse, in denen sich die Sicherheitsinteressen einzelner sozialer Gruppen und politischer Institutionen artikulierten.



 

 

 

 Teilprojekt B02 — Architektonische und bildmedial verfasste Sicherheitskonzeptionen
in der Frühen Neuzeit



Mannheim mit der Zitadelle Friedrichsburg (1622)
(Kupferstich: Matthäus Merian 1645)




Die Festung Mannheim im Dreißigjährigen Krieg (1623)
(Landesarchiv GLAK H-BS I M 18)

Das Teilprojekt wendet sich Vorstellungen und Wahrnehmungen von Sicherheit zu, die in der Frühen Neuzeit in besonderer Weise durch Architektur und Bildmedien konstituiert und repräsentiert wurden. Für die Planung und Erstellung äußerer und innerer Sicherheit kam der Architektur im Alten Reich eine erhebliche Bedeutung zur Abwehr kriegerischer Bedrohungen und zur Sicherung von öffentlichen Räumen (Stadt und Land) wie von privaten Lebensbereichen zu. Die Rationalität neuer Fortifikationsformen, des geometrisch definierten Bastionärsystems, bestimmte dabei nicht allein das Fachwissen der Architekten und Ingenieure, es prägte auch das Bild des Fürsten als kundigem Kriegsherrn. Im Teilprojekt sollen neben den jeweils spezifischen Architekturen auch die Bildmedien, ihr zeichenhafter Gebrauch im Kontext politisch-sozialer Kommunikation und die sie begleitenden Sicherheitsdiskurse bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts untersucht werden. Dabei ist die Annahme grundlegend, dass Sicherheit einen wichtigen Platz im Rahmen der symbolischen Kommunikation besetzte und dass die Visualisierung von Sicherheit sich architektonischer Zeichen und unterschiedlicher Bildmedien bediente. Unter methodischen Gesichtspunkten ist dabei entscheidend, dass Gestaltung, Wahrnehmung und Nutzung von Architekturen, Räumen und Bildmedien nicht allein zweckhafte Handlungen ermöglichten, sondern zugleich semiotische Qualitäten besaßen, die einen kommunikativen Kontext voraussetzten. Die Errichtung von Bauwerken und der sie begleitende Einsatz unterschiedlicher Bildmedien blieben immer eingebunden in Konfliktpotentiale und Entscheidungsprozesse, in denen sich die Sicherheitsinteressen einzelner sozialer Gruppen und politischer Institutionen artikulierten.