Masterclass: Sicherheit — Recht — Gewalt.
Ostmitteleuropäische Raumordnungskonzepte der Zwischenkriegszeit

Freitag - Samstag, 16. - 17. Dezember 2016

Vortragssaal des Herder-Instituts, Marburg
Gisonenweg 5-7 in 35037 Marburg

 

  

Programm

Freitag, 16. Dezember 2016

17:00 Uhr // Grußwort

  • Hans-Jürgen Bömelburg (Gießen)

17:15 Uhr // Keynote

  • Postimperiales Recht in Ostmitteleuropa. Wie historisiert man Rechtskulturen?
    Claudia Kraft (Siegen)

 

Ab 19:00 Uhr // Kleiner Empfang vor Ort

 

Samstag, 17. Dezember 2016

09:15 Uhr // Einführung + Impulsvortrag

  • Sicherheitsräume. Räumliche Dimensionen von Versicherheitlichung am Beispiel Ostmitteleuropas in der Zwischenkriegszeit 
    Peter Haslinger (Marburg)

09:30-10:30 Uhr // Panel I

  • Murder: Interpersonal Violence Between Empire and Republics in Bohemia and Austria 1914-1922
    Rudolf Kučera (Prag)

  • Koexistenz ohne Gewalt!? Die Podkarpatská Rus als Unsicherheitsregion in der Perspektive tschechischer Regierungsbeamter
    Sebastian Paul (Marburg)

  • Diskussion
    Chair: Florian Danecke

 

10:45-11:45 Uhr // Panel II

  • Sexuelle Gewalt zwischen Krieg und Frieden. Über Täter, Opfer und Richter in Österreich und in den Böhmischen Ländern 1914-1922
    Óta Konrad (Prag)

  • Enträumlichung Ostmitteleuropas durch Recht? (Trans)nationalisierende Strafrechtsdiskurse in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
    Konstantin Rometsch (Gießen)

  • Diskussion
    Chair: Sebastian Paul

 

11:45-12:45 Uhr // Mittagessen

 

12:45-13:45 Uhr // Panel III

  • Sicherheit durch internationale Verrechtlichung. Das „Großrumänien“ der Zwischenkriegszeit und die Bewahrung des Status Quo im südosteuropäischen Raum
    Florian Danecke (Marburg)

  • Gewalt und Sicherheit vor Ort. Fallbeispiele auf der lokalen Ebene in Ostgalizien und der Podkarpatská Rus
    Felix Heinert (Marburg)

  • Diskussion
    Chair: Konstantin Rometsch

13:45-14:15 Uhr // Abschlussdiskussion

  • Leitung: Eckart Conze (Marburg)

 

 

Konzept

Die Neuordnung Ostmitteleuropas nach dem Ersten Weltkrieg wurde in der Forschung als eine Zeit des "Aufbruchs der Demokratie" beschrieben. Doch gerade in dieser Region waren die Nachkriegsjahre geprägt von Gewalt als Mittel der Herrschaftssicherung. Die Bildung und Konsolidierung souveräner Nationalstaaten wurde begleitet durch eine Anzahl von Nachfolgekriegen, in denen militärische und paramilitärische Gewalt als Mittel zum Zweck der Sicherung des beanspruchten Territoriums und gegen die Ansprüche anderer Akteursgruppen eingesetzt wurde. In dem Maße, wie Recht dabei als Gewalteinhegungsinstrument dienen sollte, so konnte es im Zuge von Normtransformationen aber auch erheblichen Widerspruch und seinerseits neue Gewalt evozieren. Den zahlreichen Unsicherheiten beim Aufbau der neuen Staaten wurde mit ebenso diversen Strategien der Absicherung politischer, rechtlicher, sozialer oder kultureller Ordnungen und Räume begegnet.Bei dem geplanten Workshop sollen die Wechselwirkungen von Sicherheit, Recht und Gewalt im Ostmitteleuropa der Zwischenkriegszeit näher beleuchtet werden, indem die Forschungsergebnisse des Prager GA ČR-Projektes "Násilí ve střední Evropě za první světové války a v poválečné době. Srovnání rakouských a českých zemí" mit den Teilprojekten A05 und A06 des SFB/TRR 138 "Dynamiken der Sicherheit" (Gießen/Marburg) in Bezug gesetzt werden. Hierbei wird der rahmende Beitrag von Prof. Claudia Kraft (Siegen) aus dem Projekt "Phantomgrenzen in Ostmitteleuropa" den Blick für die Probleme des Themenkomplexes schärfen.

 

 

Masterclass: Sicherheit — Recht — Gewalt.
Ostmitteleuropäische Raumordnungskonzepte der Zwischenkriegszeit

Freitag - Samstag, 16. - 17. Dezember 2016

Vortragssaal des Herder-Instituts, Marburg
Gisonenweg 5-7 in 35037 Marburg

 

  

Programm

Freitag, 16. Dezember 2016

17:00 Uhr // Grußwort

  • Hans-Jürgen Bömelburg (Gießen)

17:15 Uhr // Keynote

  • Postimperiales Recht in Ostmitteleuropa. Wie historisiert man Rechtskulturen?
    Claudia Kraft (Siegen)

 

Ab 19:00 Uhr // Kleiner Empfang vor Ort

 

Samstag, 17. Dezember 2016

09:15 Uhr // Einführung + Impulsvortrag

  • Sicherheitsräume. Räumliche Dimensionen von Versicherheitlichung am Beispiel Ostmitteleuropas in der Zwischenkriegszeit 
    Peter Haslinger (Marburg)

09:30-10:30 Uhr // Panel I

  • Murder: Interpersonal Violence Between Empire and Republics in Bohemia and Austria 1914-1922
    Rudolf Kučera (Prag)

  • Koexistenz ohne Gewalt!? Die Podkarpatská Rus als Unsicherheitsregion in der Perspektive tschechischer Regierungsbeamter
    Sebastian Paul (Marburg)

  • Diskussion
    Chair: Florian Danecke

 

10:45-11:45 Uhr // Panel II

  • Sexuelle Gewalt zwischen Krieg und Frieden. Über Täter, Opfer und Richter in Österreich und in den Böhmischen Ländern 1914-1922
    Óta Konrad (Prag)

  • Enträumlichung Ostmitteleuropas durch Recht? (Trans)nationalisierende Strafrechtsdiskurse in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
    Konstantin Rometsch (Gießen)

  • Diskussion
    Chair: Sebastian Paul

 

11:45-12:45 Uhr // Mittagessen

 

12:45-13:45 Uhr // Panel III

  • Sicherheit durch internationale Verrechtlichung. Das „Großrumänien“ der Zwischenkriegszeit und die Bewahrung des Status Quo im südosteuropäischen Raum
    Florian Danecke (Marburg)

  • Gewalt und Sicherheit vor Ort. Fallbeispiele auf der lokalen Ebene in Ostgalizien und der Podkarpatská Rus
    Felix Heinert (Marburg)

  • Diskussion
    Chair: Konstantin Rometsch

13:45-14:15 Uhr // Abschlussdiskussion

  • Leitung: Eckart Conze (Marburg)

 

 

Konzept

Die Neuordnung Ostmitteleuropas nach dem Ersten Weltkrieg wurde in der Forschung als eine Zeit des "Aufbruchs der Demokratie" beschrieben. Doch gerade in dieser Region waren die Nachkriegsjahre geprägt von Gewalt als Mittel der Herrschaftssicherung. Die Bildung und Konsolidierung souveräner Nationalstaaten wurde begleitet durch eine Anzahl von Nachfolgekriegen, in denen militärische und paramilitärische Gewalt als Mittel zum Zweck der Sicherung des beanspruchten Territoriums und gegen die Ansprüche anderer Akteursgruppen eingesetzt wurde. In dem Maße, wie Recht dabei als Gewalteinhegungsinstrument dienen sollte, so konnte es im Zuge von Normtransformationen aber auch erheblichen Widerspruch und seinerseits neue Gewalt evozieren. Den zahlreichen Unsicherheiten beim Aufbau der neuen Staaten wurde mit ebenso diversen Strategien der Absicherung politischer, rechtlicher, sozialer oder kultureller Ordnungen und Räume begegnet.Bei dem geplanten Workshop sollen die Wechselwirkungen von Sicherheit, Recht und Gewalt im Ostmitteleuropa der Zwischenkriegszeit näher beleuchtet werden, indem die Forschungsergebnisse des Prager GA ČR-Projektes "Násilí ve střední Evropě za první světové války a v poválečné době. Srovnání rakouských a českých zemí" mit den Teilprojekten A05 und A06 des SFB/TRR 138 "Dynamiken der Sicherheit" (Gießen/Marburg) in Bezug gesetzt werden. Hierbei wird der rahmende Beitrag von Prof. Claudia Kraft (Siegen) aus dem Projekt "Phantomgrenzen in Ostmitteleuropa" den Blick für die Probleme des Themenkomplexes schärfen.