Divan historique in Paris zum Thema "Sicherheit"

 Auf Einladung des Deutschen Historischen Instituts (DHI) war kürzlich Professor Eckart Conze zu Gast in Paris, um dort sein Buch "Geschichte der Sicherheit. Entwicklung – Themen – Perspektiven" (Göttingen 2018) vorzustellen. Das Buch und seine Thematik waren Gegenstand auf dem "Divan historique" des Instituts, einem Veranstaltungsformat, bei dem mehrere Wissenschaftler*innen eine jüngere Veröffentlichung aus der deutschen Geschichtswissenschaft diskutieren, um diese Publikation auch jenseits der deutschen Grenzen bekannt zu machen.

Auf dem “Divan” im Hotel Duret-de-Chevry, dem Sitz des DHI, nahmen diesmal neben Professor Conze, Professorin Laurence Badel (Université Paris 1, Panthéon-Sorbonne), Professorin Corine Defrance (CNRS Paris) sowie Professor Ulrich Pfeil (Université de Lorraine, Metz). Die Einführung übernahm Professor Thomas Maissen, der Direktor des DHI.

Über das Buch "Geschichte der Sicherheit" diskutierten im DHI Paris (v.l.): Professor Thomas Maissen (Paris), Professorin Corine Defrance (Paris), Professor Ulrich Pfeil (Metz), Professorin Laurence Badel (Paris), Professor Eckart Conze (Marburg). (Foto: DHI Paris)

 Nach einem Impulsvortrag von Eckart Conze richtete sich die Diskussion vor allem auf die Unterschiede zwischen traditioneller, stark auf Staat und Außenpolitik gerichteter Sicherheitsforschung und jüngeren Forschungsansätzen, wie sie nicht zuletzt auch im Marburg-Gießener SFB vertreten werden. Diskutiert wurde der Nutzen sozialwissenschaftlicher Theorieansätze ebenso wie die Überschneidungen und Grenzen zwischen Historischer Sicherheitsforschung und Historischer Friedensforschung sowie, damit zusammenhängend, das Verhältnis von Sicherheit und Frieden. Kritisch widmeten sich die Diskutanten und das Publikum aber auch der Tatsache, dass der Boom der Sicherheitsforschung in verschiedenen Disziplinen sich auch der Konjunktur der Sicherheits- bzw. Unsicherheitsthematik in Politik und Gesellschaft verdankt. Vor diesem Hintergrund leistete der "Divan historique" auch einen Beitrag zur Selbstreflexion nicht nur der Historischen Sicherheitsforschung. 

 

 

 

Divan historique in Paris zum Thema "Sicherheit"

 Auf Einladung des Deutschen Historischen Instituts (DHI) war kürzlich Professor Eckart Conze zu Gast in Paris, um dort sein Buch "Geschichte der Sicherheit. Entwicklung – Themen – Perspektiven" (Göttingen 2018) vorzustellen. Das Buch und seine Thematik waren Gegenstand auf dem "Divan historique" des Instituts, einem Veranstaltungsformat, bei dem mehrere Wissenschaftler*innen eine jüngere Veröffentlichung aus der deutschen Geschichtswissenschaft diskutieren, um diese Publikation auch jenseits der deutschen Grenzen bekannt zu machen.

Auf dem “Divan” im Hotel Duret-de-Chevry, dem Sitz des DHI, nahmen diesmal neben Professor Conze, Professorin Laurence Badel (Université Paris 1, Panthéon-Sorbonne), Professorin Corine Defrance (CNRS Paris) sowie Professor Ulrich Pfeil (Université de Lorraine, Metz). Die Einführung übernahm Professor Thomas Maissen, der Direktor des DHI.

Über das Buch "Geschichte der Sicherheit" diskutierten im DHI Paris (v.l.): Professor Thomas Maissen (Paris), Professorin Corine Defrance (Paris), Professor Ulrich Pfeil (Metz), Professorin Laurence Badel (Paris), Professor Eckart Conze (Marburg). (Foto: DHI Paris)

 Nach einem Impulsvortrag von Eckart Conze richtete sich die Diskussion vor allem auf die Unterschiede zwischen traditioneller, stark auf Staat und Außenpolitik gerichteter Sicherheitsforschung und jüngeren Forschungsansätzen, wie sie nicht zuletzt auch im Marburg-Gießener SFB vertreten werden. Diskutiert wurde der Nutzen sozialwissenschaftlicher Theorieansätze ebenso wie die Überschneidungen und Grenzen zwischen Historischer Sicherheitsforschung und Historischer Friedensforschung sowie, damit zusammenhängend, das Verhältnis von Sicherheit und Frieden. Kritisch widmeten sich die Diskutanten und das Publikum aber auch der Tatsache, dass der Boom der Sicherheitsforschung in verschiedenen Disziplinen sich auch der Konjunktur der Sicherheits- bzw. Unsicherheitsthematik in Politik und Gesellschaft verdankt. Vor diesem Hintergrund leistete der "Divan historique" auch einen Beitrag zur Selbstreflexion nicht nur der Historischen Sicherheitsforschung.