Dr. Benjamin Brendel

Teilprojektleiter: C01 — Erweiterte Sicherheit

 

Werdegang

Seit Januar 2020

Post-doc / Assistant von Prof. Dr.

Eckart Conze, Phillips University Marburg

Februar 2019–Dezember 2019

Post-doc researcher Justus-Liebig

University (JLU) Giessen

Januar 2014–Januar 2019

Promotion an der JLU und dem International Graduate Centre for the Study of Culture

September 2007–Juli 2012

BA, MA-Student der Geschichte und Politikwissenschaften an den Universitäten Tübingen, Cork (Ireland) und Freiburg im Breisgau

 

Laufendes Forschungsprojekt

Habilitationsprojekt

Auf Gedeih und Verderb. Eine Geschichte divergierender Sicherheitswahrnehmung von Pestiziden in Deutschland ca. 1880 bis 1990

Die Wahrnehmung des Menschen von Insekten und Pflanzen als Nützlinge oder Schädlinge ist von einer starken Ambivalenz geprägt und perspektivabhängig. Das Projekt analysiert diese Ambivalenz als Sicherheitskonflikt, der im Kern um ein Dilemma kreist. Einerseits werden der Sicherung der Ernährung, dem Schutz vor von Insekten übertragenen Infektionskrankheiten und ökonomischen Erwägungen vorrangig Relevanz beigemessen. Andererseits wird um die Sicherheit von körperlicher Unversehrtheit gefürchtet, also der Schutz der Gesundheit vor einer Vergiftung durch chemische Stoffe gefordert. Akteure der Industrie, staatlichen Stellen und Umweltorganisationen stehen im Mittelpunkt. Ziel ist es Konjunkturen der gesellschaftlichen Bewertung von Pestiziden und die dahinterstehenden Parameter zu verstehen. Eine solche Geschichte ist geprägt von der Mobilität von Befürchtungen, Wissen und Lebewesen. Im Fokus steht deshalb eine zwar deutsche Geschichte, die sich aber im europäischen, transatlantischen und globalen Setting befindet.

Arbeitsschwerpunkte

Geschichte der Sicherheit, divergierender Wahrnehmungen, Umwelt, Gesundheit und Infrastruktur im 19. Und 20. Jahrhundert im deutschen, europäischen und globalen Rahmen.

Lehre

Rund 20 Veranstaltungen, Seminare, Übungen und Exkursionen

Publikationen

  • Konvergente Konstruktionen. Eine Globalgeschichte des Staudammbaus, Frankfurt am Main, New York 2019.
  • Geruchliche Reize. Riechen zwischen Wissenschaft und Emotion, Special Issue in Werkstatt Geschichte, Erscheint im Frühling 2023
  • ‚Von Läusen und Menschen‘. Das politische Sozialdrama der Entgrenzung der Seuchen- und Schädlingsbekämpfung seit dem Kaiserreich, in: Malte Thießen, Andrea Wiegeshoff (Hgg.): Themenheft ‚Seuchen‘, in: Christoph Cornelißen, Michael Sauer (Hgg.): Geschichte in Wissenschaft und Unterricht (GWU), erscheint im Sommer 2022.
  • Modernity built on ‘Indian’ graves. Visions of Sacredness and Power during the Construction of the Grand Coulee Dam (1933–1941) in the USA, in: Doris Bachmann-Medick, Jens Kugele, Katharina Stornig (Hgg.): Sacred Spaces: Cultural Dynamics, Interdisciplinary Perspectives, in: Saeculum. Jahrbuch für Universalgeschichte, 2022, S. 261–280.
  • Dams as Centres of Knowledge Production, Staging, and Exchange, in: Eike-Christian Heine, Martin Meiske (Hgg.): Beyond the Lab and the Field: Infrastructures as Places of Knowledge Production Since the Late Nineteenth Century, Pittsburgh (University of Pittsburgh Press) 2022, S. 87–100, S. 237–242.
  • Conexiones energéticas. Los ingenieros constructores de los pantanos de Franco como actores políticos y agentes del Estado en el contexto internacional, in: Darina Martykánová (Hg.): Los ingenieros y el poder en la España contemporánea, in: Historia y Política, Ideas, Procesos y Movimientos Sociales, 43 Nr. 1 (2020), Los Ingenieros y el poder en la España contemporánea, S. 87–119.
  • Experten von Krieg, Hass und Gewalt. Deutsche Nationalsozialisten im Ägypten der 1950er und 1960er Jahre im Blick von AA und CIA, in: Geschichte und Gesellschaft, 44 Nr. 4 (2018), S. 526–553.
  • Ist die Moderne Geschichte? ‚Fortschritt‘ und ‚Moderne‘ als Gegenstände der Kulturgeschichte, in: Benjamin Brendel, Corinne Geering und Sebastian Zylinski (Hg.): Perspektiven der Kulturgeschichte: Gegenstände, Konzepte, Quellen (=Horst Carl, Wolfgang Hallet, Ansgar Nünning, Martin Zierold (Hgg.) Giessen Contributions to the Study of Culture Nr. 14) Trier 2018, S. 47–61.
  • Die Verhandlung des Unvermeidlichen. Handlungsräume und Konflikte um Indigene beim Bau des Grand-Coulee-Damms in den USA 1933–1940, in: Werkstatt Geschichte, 73 (2017), S. 71–83.
  • Moderne – Macht – Morbid. Dammbau, Gesundheitshilfe und die Konstruktion von Macht im Kontext der Bilharziosebekämpfung im Ägypten der 1960er und frühen 1970er Jahre, in: NTM, 25 Nr. 3 (2017), S. 349–382.

Für weitergehende Informationen siehe: https://benjaminbrendel.de


Dr. Benjamin Brendel

Philipps-Universität Marburg
Fachgebiet Neueste Geschichte
Wilhelm-Röpke-Str. 6 C
35032 Marburg

E-Mail

 

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Januar 2014–Januar 2019

Promotion an der JLU und dem International Graduate Centre for the Study of Culture

September 2007–Juli 2012

BA, MA-Student der Geschichte und Politikwissenschaften an den Universitäten Tübingen, Cork (Ireland) und Freiburg im Breisgau

 

Laufendes Forschungsprojekt

Habilitationsprojekt

Auf Gedeih und Verderb. Eine Geschichte divergierender Sicherheitswahrnehmung von Pestiziden in Deutschland ca. 1880 bis 1990

Die Wahrnehmung des Menschen von Insekten und Pflanzen als Nützlinge oder Schädlinge ist von einer starken Ambivalenz geprägt und perspektivabhängig. Das Projekt analysiert diese Ambivalenz als Sicherheitskonflikt, der im Kern um ein Dilemma kreist. Einerseits werden der Sicherung der Ernährung, dem Schutz vor von Insekten übertragenen Infektionskrankheiten und ökonomischen Erwägungen vorrangig Relevanz beigemessen. Andererseits wird um die Sicherheit von körperlicher Unversehrtheit gefürchtet, also der Schutz der Gesundheit vor einer Vergiftung durch chemische Stoffe gefordert. Akteure der Industrie, staatlichen Stellen und Umweltorganisationen stehen im Mittelpunkt. Ziel ist es Konjunkturen der gesellschaftlichen Bewertung von Pestiziden und die dahinterstehenden Parameter zu verstehen. Eine solche Geschichte ist geprägt von der Mobilität von Befürchtungen, Wissen und Lebewesen. Im Fokus steht deshalb eine zwar deutsche Geschichte, die sich aber im europäischen, transatlantischen und globalen Setting befindet.

Arbeitsschwerpunkte

Geschichte der Sicherheit, divergierender Wahrnehmungen, Umwelt, Gesundheit und Infrastruktur im 19. Und 20. Jahrhundert im deutschen, europäischen und globalen Rahmen.

Lehre

Rund 20 Veranstaltungen, Seminare, Übungen und Exkursionen

Publikationen

  • Konvergente Konstruktionen. Eine Globalgeschichte des Staudammbaus, Frankfurt am Main, New York 2019.
  • Geruchliche Reize. Riechen zwischen Wissenschaft und Emotion, Special Issue in Werkstatt Geschichte, Erscheint im Frühling 2023
  • ‚Von Läusen und Menschen‘. Das politische Sozialdrama der Entgrenzung der Seuchen- und Schädlingsbekämpfung seit dem Kaiserreich, in: Malte Thießen, Andrea Wiegeshoff (Hgg.): Themenheft ‚Seuchen‘, in: Christoph Cornelißen, Michael Sauer (Hgg.): Geschichte in Wissenschaft und Unterricht (GWU), erscheint im Sommer 2022.
  • Modernity built on ‘Indian’ graves. Visions of Sacredness and Power during the Construction of the Grand Coulee Dam (1933–1941) in the USA, in: Doris Bachmann-Medick, Jens Kugele, Katharina Stornig (Hgg.): Sacred Spaces: Cultural Dynamics, Interdisciplinary Perspectives, in: Saeculum. Jahrbuch für Universalgeschichte, 2022, S. 261–280.
  • Dams as Centres of Knowledge Production, Staging, and Exchange, in: Eike-Christian Heine, Martin Meiske (Hgg.): Beyond the Lab and the Field: Infrastructures as Places of Knowledge Production Since the Late Nineteenth Century, Pittsburgh (University of Pittsburgh Press) 2022, S. 87–100, S. 237–242.
  • Conexiones energéticas. Los ingenieros constructores de los pantanos de Franco como actores políticos y agentes del Estado en el contexto internacional, in: Darina Martykánová (Hg.): Los ingenieros y el poder en la España contemporánea, in: Historia y Política, Ideas, Procesos y Movimientos Sociales, 43 Nr. 1 (2020), Los Ingenieros y el poder en la España contemporánea, S. 87–119.
  • Experten von Krieg, Hass und Gewalt. Deutsche Nationalsozialisten im Ägypten der 1950er und 1960er Jahre im Blick von AA und CIA, in: Geschichte und Gesellschaft, 44 Nr. 4 (2018), S. 526–553.
  • Ist die Moderne Geschichte? ‚Fortschritt‘ und ‚Moderne‘ als Gegenstände der Kulturgeschichte, in: Benjamin Brendel, Corinne Geering und Sebastian Zylinski (Hg.): Perspektiven der Kulturgeschichte: Gegenstände, Konzepte, Quellen (=Horst Carl, Wolfgang Hallet, Ansgar Nünning, Martin Zierold (Hgg.) Giessen Contributions to the Study of Culture Nr. 14) Trier 2018, S. 47–61.
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  • Moderne – Macht – Morbid. Dammbau, Gesundheitshilfe und die Konstruktion von Macht im Kontext der Bilharziosebekämpfung im Ägypten der 1960er und frühen 1970er Jahre, in: NTM, 25 Nr. 3 (2017), S. 349–382.

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